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Rettungswache Nassau

Neuzebachweg 1
56377 Nassau

Wachenleitung:
Hans-Jörg Elbert
Christian Danco

DRK Rettungswache Nassau

(c) DRK RD-RLW

Der Transport von Kranken und Verletzten hat in Nassau als ehemalige Kur- und Lazarettstadt eine lange Geschichte. Rudimentäre Anfänge des heutigen Rettungs- und Krankentransportwesens wurden Ende der sechziger Jahre vom damaligen Bus- und Taxiunternehmer Rölz betrieben: Patienten wurden von Herrn Rölz - später von seiner Tochter - mit Hilfe von Angehörigen oder freiwilligen Helfern per "Sanka" ins Krankenhaus gebracht. Angefordert wurde dieser mittels Telefon, Funkgeräte gab es keine; eine medizinische Versorgung oder Betreuung war weder vorgesehen noch möglich. Mit dem Ausscheiden der Firma Rölz Ende der siebziger Jahre wurde der nunmehr erweiterte Krankentransport wechselweise vom DRK in Bad Ems und dem damaligen Nassauer Akutkrankenhaus "Henrietten-Theresenstift" durchgeführt. Mit dem Aufbau eines hauptamtlichen Rettungsdienstes Mitte der achtziger Jahre wurden Fahrzeug und Personal für Nassau von der DRK-Rettungswache Bad Ems gestellt und im "Henrietten-Theresenstift", ab 1988 im neuen "Marienkrankenhaus" stationiert, allerdings nur tagsüber. 

1992 erhielt auch Nassau endlich eine eigene, durchgehend besetzte Rettungswache. Ausgelegt für einen Rettungswagen mit je zwei Mann Besatzung für Tag- und Nachtdienst wurde sie in den Räumen des Feuerwehrgerätehauses untergebracht, bis endlich 1997 die Räume der neugebauten Rettungswache im Neuzebachweg bezogen werden konnten. 

(c) DRK RD-RLW

Mitte der neunziger Jahre wurde zudem ein Notarzteinsatzfahrzeug, ursprünglich gesponsert von der ortsansässigen Firma Leifheit, in Betrieb genommen. Das Fahrzeug wurde vom Marienkrankenhaus und wenigen niedergelassenen Ärzten, allerdings ohne gesetzlich vorgeschriebenes Rettungsdienstpersonal, besetzt. 

Erst im Jahr 2005 konnte auf Initiative einiger niedergelassener Ärzte ein festes Notarztsystem mit Sitz in Singhofen installiert werden. Seitdem wird das ärztliche Personal durch eine private Gesellschaft, das Fahrzeug und das Rettungsdienstpersonal von der DRK Rettungswache Nassau gestellt. Beschränkte sich der Einsatzbereich der Notärzte zunächst auf die Verbandsgemeinde Nassau und später Bad Ems, erweiterte sich das Gebiet in den vergangenen Jahren um die Verbandsgemeinden Nastätten, Loreley, sowie Teile von Katzenelnbogen und der Stadt Lahnstein. 

Zwischenzeitlich wurde der Fuhrpark der Rettungswache zusätzlich um einen Krankentransportwagen erweitert. Besetzt werden die Fahrzeuge von hauptamtlichen Rettungsassistentinnen/-en und Rettungssanitätern, Dienstleistenden im freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) oder im Bundesfreiwilligendienst (BFD), sowie von ehrenamtlichen Kräften. Als Lehrrettungswache findet in Nassau außerdem ein Teil der dreijährigen Ausbildung zum Rettungsassistenten statt, sodass zwei bis vier Auszubildende das Team unterstützten. Im Jahr 2012 wurde die Marke von 4000 Einsätzen pro Jahr durchbrochen, die Tendenz ist weiter steigend. 

Fahrzeuge:

  • 1 Notarzteinsatzfahrzeug (24h-Betrieb)
  • 1 Rettungswagen (24h-Betrieb)
  • 1 Krankentransportwagen (Werktags) 

Besonderheiten:

  • Status "Lehrrettungswache" 
  • Außenstelle Singhofen (Standort NEF)
  • "Stiftung Scheuern", eine Einrichtung der Behindertenhilfe mit mehreren hundert Bewohnern,
  • Munitionsfabrik MEN und
  • Fluss "Lahn" im Ausrückebereich